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Allgemeine Themen / 10. September 2025

Routine ist gut, aber keine Garantie für Unverwundbarkeit!

Bildindex: Ingolf Stuber

Das hier sind mal Zahlen, die tatsächlich Anlass zur Hoffnung geben! Rückläufige Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft – das ist eine Entwicklung, die uns allen zeigt: Arbeitsschutz wirkt, und wir sind auf dem richtigen Weg! Aber bevor wir jetzt die Füße hochlegen und uns selbst feiern, müssen wir klarstellen: Bis zur perfekten Sicherheit ist es immer noch ein weiter Weg.

Die Zahlen im Detail 

Der Überblick zeigt, dass die Zahl der gemeldeten Arbeitsunfälle Jahr für Jahr sinkt. Von 104.519 im Jahr 2019 auf nunmehr 91.513 im Jahr 2023. Das ist eine deutliche Reduzierung um rund 12 Prozent innerhalb von nur vier Jahren – und das in einer Branche, die traditionell mit hohen körperlichen und sicherheitstechnischen Risiken verbunden ist! Hier spiegelt sich ganz klar das Ergebnis von mehr Aufklärung, besserer Ausstattung vor Ort und strikteren Sicherheitsvorkehrungen wider.

Auch die Tausend-Personen-Quote der @BG BAU zeigt, wie bemerkenswert dieser Fortschritt ist: 1998 hatten wir noch 97 gemeldete Unfälle pro 1.000 Beschäftigte. Im Jahr 2023 sind es nur noch 45. Das ist fast eine Halbierung in 25 Jahren! Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass jede einzelne Verletzung immer noch eine zu viel ist.

Wichtige Schlussfolgerungen

  1. Arbeitsschutz zahlt sich aus! Die Fortschritte zeigen, dass Investitionen in Sicherheit, Schulungen und Prävention konkrete Wirkung haben. Gerade im Gerüstbau, wo wir oft in luftiger Höhe arbeiten, ist es lebenswichtig, dass Schutzmaßnahmen bis ins kleinste Detail eingehalten werden. Helm, Gurte, sicherer Standpunkt – das sind keine Extras, sondern verpflichtende Lebensretter.
  2. Verantwortung für die Zukunft: Obwohl die Zahlen sinken, dürfen wir uns nicht zurücklehnen. Ein Rückgang der Unfälle ist gut, aber unser Ziel muss sein: Den Arbeitsplatz für alle vollkommen sicher zu machen. Die Technik entwickelt sich weiter, und wir müssen Schritt halten. Neue Materialien, modernere Gerüste und fortlaufende Schulungen können auch die restlichen Risiken minimieren.
  3. Bewusstsein und Schulung: Ein großer Teil der Verantwortung liegt natürlich bei uns selbst – bei jedem einzelnen Gerüstbauer. Das Bewusstsein für Gefahren muss immer präsent sein, und zwar nicht nur bei den Neulingen, sondern auch bei den Routiniers, die meinen, alles mit „Erfahrung“ regeln zu können. Routine ist gut, aber keine Garantie für Unverwundbarkeit!
  4. Kommunikation verbessern: Arbeitsunfälle lassen sich oft durch einfache Maßnahmen verhindern – vorausgesetzt, die Informationen dazu kommen an! Unternehmen müssen ihre Sicherheitsbotschaften klar und verständlich an alle weitergeben. Dazu gehören regelmäßige Sicherheitsmeetings und der direkte Austausch auf der Baustelle.

Was können wir Gerüstbauer beitragen? 

Der Gerüstbau ist eine der Grundlagen für die gesamte Bauwirtschaft – und damit auch ein Schlüsselsegment, wenn es um Arbeitssicherheit geht. Je sicherer unser Gerüst, desto sicherer die Menschen, die darauf arbeiten. Darum sollten wir als Branche eine Vorreiterrolle einnehmen, indem wir:

  • Konsequenter auf fortschrittliche Technik setzen.
  • Fehlerquellen systematisch analysieren und eliminieren.
  • Sicherheitskultur als Teil unserer DNA etablieren.

Mein Fazit

Wir bei der @Gemeinhardt Service GmbH haben in den letzten Jahren bewiesen, dass Arbeitsschutz keineswegs eine reine Pflichtübung ist, sondern echte Wirkung zeigt. Doch für uns als Gerüstbauer muss das erst der Anfang sein. Jeder Unfall, der sich durch bessere Maßnahmen oder größeres Verantwortungsbewusstsein verhindern lässt, ist ein Erfolg. Denn am Ende des Tages zählt, dass wir alle gesund wieder nach Hause kommen – daran dürfen wir nicht sparen, niemals!

Also, packen wir es an: Sicherheitsgurte anlegen, Helme aufsetzen, Regeln einhalten und das Miteinander fördern. Denn unser Job ist zwar gefährlich – aber mit dem richtigen Zusammenspiel von Technik und Verstand machen wir ihn jeden Tag ein Stück sicherer. 💪